ChatGPT im Unternehmen

ChatGPT im Unternehmen sicher einsetzen: Regeln, Grenzen, Alternativen.

Ihre Mitarbeitenden nutzen ChatGPT vermutlich längst, oft mit Firmendaten. Verbieten hilft selten. Wirksam ist eine klare Regel plus ein sicherer, freigegebener Weg. ROUBE zeigt, wie beides aussieht.

KI-Assessment vereinbaren

Seit 2019  ·  Aus Klagenfurt, österreichweit tätig  ·  Antwort in 1 Werktag

Das Risiko ist nicht die KI, sondern die fehlende Regel

Schatten-KI entsteht mit den besten Absichten: Mitarbeitende wollen schneller sein und laden Kundendaten, Kalkulationen oder Verträge in einen öffentlichen Chatbot. Damit landen Firmendaten bei Anbietern außerhalb Ihrer Kontrolle. Werden personenbezogene Daten in einen unregulierten Dienst gegeben, ist das in der Regel eine unzulässige Verarbeitung.

Bei Kanzleien, Steuerberatung, Arztpraxen und Ingenieurbüros kommt die Verschwiegenheit dazu: Schon der Upload kann berufsrechtliche Pflichten verletzen. Verbote ohne erlaubten Weg verschieben das Problem nur, die Nutzung wird unsichtbar.

Auch mit „Enterprise“-Vertrag: Es gibt vertragliche Zusagen und EU-Optionen. Ihre Daten verlassen trotzdem Ihre Infrastruktur und gehen an einen US-Konzern. Für besonders geschützte Daten bleibt das heikel.

Drei Datenklassen genügen

Die einfachste wirksame Regel ordnet Daten in drei Stufen und legt fest, welche KI dafür erlaubt ist:

DatenklasseErlaubte KI-NutzungBeispiele
öffentlichöffentliche KI-Dienste wie ChatGPTTexte ohne Firmenbezug, Recherche im öffentlichen Wissen, Brainstorming
internnur freigegebene Werkzeuge, etwa Microsoft Copilot mit Governanceinterne Protokolle, Entwürfe, Auswertungen ohne Personenbezug
vertraulichnur lokales Modell in Ihrer InfrastrukturMandats-, Patienten- und Konstruktionsdaten, Betriebsgeheimnisse

In vier Schritten zur Regelung

01

Bestandsaufnahme

Kurze, anonyme Umfrage plus Blick in die Web-Protokolle: Welche Dienste werden wofür genutzt?

02

Datenklassen festlegen

Öffentlich, intern, vertraulich: Für jede Stufe wird klar, was erlaubt ist.

03

Erlaubten Weg anbieten

Ein freigegebenes Werkzeug bereitstellen: Copilot mit Governance für interne Daten, ein lokales Modell für vertrauliche.

04

Richtlinie schulen

Zwei Seiten, verständlich, mit Beispielen. Einmal vorstellen und ins Onboarding aufnehmen.

Häufige Fragen

Dürfen Mitarbeitende ChatGPT im Unternehmen nutzen?

Für öffentliche Informationen ohne Firmenbezug ja, für interne und vertrauliche Daten nur mit freigegebenen Werkzeugen. Entscheidend ist eine klare, schriftliche Regel, welche Daten wohin dürfen.

Ist ChatGPT Enterprise nicht DSGVO-konform?

Es gibt vertragliche Zusagen und EU-Optionen. Trotzdem verlassen Ihre Daten Ihre Infrastruktur. Für Berufsgeheimnisträger und besonders geschützte Daten bleibt das heikel. Details im Vergleich Lokale KI oder ChatGPT?.

Was gehört in eine KI-Richtlinie?

Zweck und Geltungsbereich, eine abschließende Liste freigegebener Werkzeuge mit zulässiger Datenklasse, verbotene Nutzung, Prüfpflicht für Ergebnisse, Kennzeichnung, Rollen und eine jährliche Überprüfung. Die Vorlage steht im Beitrag Schatten-KI und KI-Richtlinie.

Was ist besser: ChatGPT oder Copilot?

Das hängt von Ihren Daten ab. Copilot arbeitet innerhalb von Microsoft 365, ChatGPT ist ein eigenständiger Dienst. Den direkten Vergleich finden Sie unter Copilot vs. ChatGPT Team.

Wie finden wir heraus, was zu uns passt?

Im kostenlosen KI-Assessment (30–45 Minuten, remote) ordnen wir Ihre konkreten Anwendungsfälle ein und empfehlen den Weg mit dem besten Verhältnis aus Nutzen, Aufwand und Risiko.

Welche KI passt zu Ihren Daten?

30–45 Minuten, remote, kostenlos: mit einer klaren Empfehlung statt einer Verkaufspräsentation.

KI-Assessment vereinbaren

Nicht „KI ja oder nein“, sondern: welche KI für welche Daten.